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Portrait über Wilhelm Cohrs (us)
„Fit wie ein Turnschuh” -
Wilhelm Cohrs – ein Leben für den Fußball
Moisburg, 25.02.2008
Wenn
auf jemanden der Spruch: „Fit wie ein Turnschuh” passt, dann bestimmt
auf Wilhelm Cohrs. Er wird gern als Fußball Urgestein des MTV Moisburg
bezeichnet. Und das mit allem Respekt. Man sieht ihm seine siebzig Jahre
wirklich nicht an, gerade, weil er auch heute noch am Spielfeldrand
steht und dem Nachwuchs das Fußball-ABC beibringt. Willi Krause vom TSV
Hittfeld „erfand“ vor genau 50 Jahren die Hallenspiele für die
Fußballjugend in den Wintermonaten und selbst die Bundesligavereine
nutzen inzwischen die Winterpause, um den Zuschauern ihre Spielkünste
unter dem Hallendach zu zeigen. Wilhelm Cohrs war natürlich 1957 in
Hittfeld beim ersten Hallenturnier dabei.
Vor 60 Jahren fing er mit dem Fußball beim MTV an und hat bis zu seinem
67. Lebensjahr selbst gespielt, also 57 Jahre lang. Das dürfte weit und
breit einmalig sein! Schelmisch über die Brille schauend meint Wilhelm
Cohrs: „Einige Spieler, die ich damals trainiert habe, kommen inzwischen
mit ihren Enkeln zu mir zum Training.“
1962 wurde der ehemalige Schlossgarten zum Sportplatz ausgebaut. Die
Landwirte haben ihre Trecker zur Verfügung gestellt und mit viel
Eigenleistung wurden 13.000 Kubikmeter Sand angefahren und verteilt.
Wilhelm Cohrs nivellierte den ganzen Sportplatz und zog anschließend mit
Helmut Bellmann den riesigen Platz mit dem Schalbrett ab. 1973
organisierte er die ersten Flutlichtmasten und sie wurden dann schnell
aufgestellt.
1978 gründete er die erste Mädchenmannschaft in Moisburg, die eigene
Tochter Susanne spielte dort mit und hängte unter Protest der restlichen
Familie das Klavierspiel an den Nagel. Wilhelm Cohrs: „Ohne Fußball geht
in unserer Familie eben nichts.“ Im gleichen Jahr wurde die jetzt noch
vorhandene Überdachung besorgt und mit vielen Helfern aufgebaut. Cohrs:
„Gute Facharbeiter waren zu der Zeit noch keine Mangelware.“ 1988 machte
man sich daran, das große Clubhaus abermals in Eigenregie mit großer
Unterstützung und vielen helfenden Händen aufzubauen. Den Rohbau
erstellte damals die Firma Hilke und Stehr.
„Mein Erfolgsgeheimnis war und ist bis heute, dass die Kinder mich immer
geduzt haben, dadurch entstand erst gar keine Hemmschwelle - sogar die
Jungs von der gegnerischen Mannschaft kamen zum Binden der Schuhe oft zu
mir. Eine besonders schöne und lustige Begebenheit habe ich in den 80ger
Jahren in Todtglüsingen erlebt: „Bei einem Turnier der F-Jugend setzte
sich während eines Spiels jeweils ein Junge aus Todtglüsingen und einer
aus Moisburg in den frisch aufgefahrenen Sand vor dem Tor und sie bauten
gemeinsam eine Sandburg. Ich schaute zum Trainer der anderen Mannschaft.
Der sah das auch, lächelte und meinte: „Lot jümm mol!“ Als der Ball nach
einer Weile wieder in diese Gegend kam, sprangen die zwei Buben auf, als
wenn nichts gewesen wäre und spielten weiter.“
Vielen Dank für Fotos + Texte an Sport- +
Event-Fotograf Uwe Stelling -
http://www.foto-stelling.de
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Zitat / Spruch: Fussball: Reiner Calmund - "Kontrollierter Kaese! " (Bayer-Manager zum Spiel von Bayer Leverkusen bei Bayern Muenchen)
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